Besuch eines Hofes der Hoffnung

09. Jan 2020

Der katholische Religionskurs des Beruflichen Gymnasiums Klasse 13 besuchte die Fazenda de Esperança in Hellefeld.

Am 11. Dezember 2019 besuchte der katholische Religionskurs des Beruflichen Gymnasiums Klasse 13 (GOSW3a/b sowie GOST3a) zusammen mit ihrer Religionslehrerin Frau Ciba die Fazenda de Esperança in Hellefeld.

Dieser Hof der Hoffnung (dt. für Fazenda de Esperança) ist eine christliche Therapieeinrichtung für Frauen, die ihre Wurzeln in Brasilien hat und Menschen ab 15 Jahren unterstützt. Der als „Rekuperation“ bezeichnete Therapieansatz setzt sich zum Ziel, Jugendlichen und Erwachsenen dabei zu helfen, die Lust am Leben wiederzuentdecken. Dabei hilft ihnen unter anderem der Glaube an Gott, die alltägliche Arbeit und das gemeinschaftliche Wohnen. Menschen, die diese Hilfe in Anspruch nehmen, haben Schwierigkeiten mit Süchten oder befinden sich in einer Lebenskrise, aus der sie keinen Ausweg sehen. Zurzeit leben vier Frauen auf dem Hof der Hoffnung in Hellefeld. Die Bewohnerinnen gewährten uns nach einem herzlichen Empfang einen Einblick in ihr Leben auf dem Hof. Sie berichteten davon, dass der wohl wichtigste Punkt das Leben in der Gemeinschaft sei. Dadurch, dass sie mit Menschen zusammenleben, die ähnliche oder gleiche Probleme haben, fällt es den ihnen leichter, durchzuhalten, denn sie leben für ein Jahr gemeinsam auf dem Hof. „Wenn man den anderen glücklich machen kann, ist man selbst auch glücklich und das gibt einem die nötige Motivation“, schildert eine Bewohnerin. Der Glaube spielt auf dem Hof auch eine wichtige Rolle: Jeden Tag suchen sie sich aus der morgendlichen Vorlesung ein Motto für den Tag aus dem Evangelium heraus und gestalten ihren Tag danach. Dabei verzichten sie auf das Internet und das Handy, um sich und ihre Mitmenschen besser wahrzunehmen. Damit sich die Einrichtung zum Teil Eigenfinanzieren kann, stellen die Frauen eigene Produkte her, die sie in einem Hofladen verkaufen. Manchmal helfen sie sogar benachbarten Bauern, die sie im Gegenzug mit Kartoffeln versorgen.

Wir bedanken uns ganz herzlich für die Offenheit der Bewohnerinnen und der freiwilligen Helferinnen der Fazenda de Esperança und für den schönen, sehr erkenntnisreichen Tag.

Ein Bericht von Henri Dier, Jens Reinert und Christopher Vogt Christopher (GOST3a)

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